evangelisch.de verlässt X und geht zu Bluesky

App von Bluesky ist auf einem Smartphone mit evangelisch.de Logo

© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa (M)

Aufgrund der Zunahme von Hassrede und Desinformation auf X (ehemals Twitter) hat evangelisch.de den Kurznachrichtendienst verlassen und ist nun auf Bluesky aktiv.

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evangelisch.de verlässt X und geht zu Bluesky
In eigener Sache
evangelisch.de ist auf Facebook, Instagram und seit kurzem auch auf Bluesky aktiv. Aufgrund der Zunahme von Hassrede und Desinformation auf X (ehemals Twitter) hat evangelisch.de den Kurznachrichtendienst von Elon Musk verlassen.

evangelisch.de hat im Dezember seinen Account beim Netzwerk X (ehemals Twitter) deaktiviert.

Falschmeldungen, Hassreden, menschen- und demokratiefeindliche Inhalte, Verleumdungen und Tatsachenverdrehungen haben auf X zunehmend einen Platz gefunden. "Hass ist keine Meinung", sagt evangelisch.de-Portalleiter Markus Bechtold. Er fügt hinzu: "Als journalistisches evangelisches Nachrichten- und Serviceportal, das für gründlich recherchierte Inhalte steht, sehen wir auf X keinen Platz mehr für uns. Wir wollen nicht, dass unsere Leser:innen länger Falschinformationen und Hassreden ausgesetzt werden". Schließlich gehe es um ein christliches Miteinander, um einen freien und konstruktiven Meinungsaustausch und auch um Glaubwürdigkeit. Journalist:innen, die in der Vergangenheit kritisch über Elon Musk und seine Unternehmen berichtet hatten, ließ Musk zum Beispiel zeitweise sperren.

evangelisch.de folgt dem Beispiel etwa der deutschen Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die X bereits im Oktober verlassen hatte. Die unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, fragte sich, welche Zielgruppen über X noch erreicht werden könnten. Zudem sei die Zahl der Hasskommentare so massiv angestiegen, dass die Antidiskriminierungsstelle dem nur noch mit hohem personellen Aufwand hätte begegnen können. Es sei fraglich, ob dies mit Steuermitteln noch zu rechtfertigen sei, so Ataman in einer Mitteilung. Auch das Deutsche Institut für Menschenrechte hat X zum 12. Dezember verlassen. "Wir möchten mit unserer Entscheidung staatliche Stellen und zivilgesellschaftliche Organisationen ermutigen, diesen Schritt ebenfalls zu gehen", sagt Beate Rudolf, Direktorin des Instituts in einer Meldung.

evangelisch.de ist jetzt auf Bluesky

Als Alternative zu X hat evangelisch.de einen Account auf Bluesky eröffnet. Darüber hinaus bietet evanglisch.de Social-Media-Accounts auf Facebook, Instagram, Youtube und Pinterest an.

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