Kita-Verband und Grüne gegen große Martinsumzüge im Herbst

 Martinsumzug am Martinstag in Berlin-Prenzlauer Berg

©epd-bild/Rolf Zoellner

Wegen der Corona-Pandemie sollten Veranstaltungen zum St. Martinstag nach Ansicht der NRW-Grünen und des Kita-Verbandes nicht zu groß ausfallen, sondern nur in kleinen Gruppen stattfinden.

Kita-Verband und Grüne gegen große Martinsumzüge im Herbst
Die Grünen in NRW können sich wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr große Martinszüge nicht vorstellen. Auch der Deutsche Kita-Verband NRW mahnt zur Vorsicht.

"Wie alle anderen Veranstaltungen werden auch St. Martinsumzüge in diesem Jahr etwas anders ausfallen müssen, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der NRW-Grünen, Mehrdad Mostofizadeh, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstag). Denkbar seien allenfalls St. Martinsumzüge im Klassenverband und in den Kita-Gruppen. Dabei müsse aber sichergestellt sein, dass sich nicht Außenstehende den Umzügen anschließen, betonte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag.

Auch der Deutsche Kita-Verband NRW mahnt zur Vorsicht. "Ich finde, dass die Kitas in diesem Jahr wegen der Pandemie nach kreativen Lösungen suchen sollten, das St.-Martinsfest auch ohne einen Zug feiern zu können", sagte der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Klaus Bremen der Zeitung. Da gebe eine Reihe von Möglichkeiten. "Man könnte zum Beispiel eine kleine Zusammenkunft mit den Kindern und Eltern auf dem Außengelände der Kita veranstalten und dabei um ein Feuer herum die Martinsgeschichte erzählen", schlug er vor. Komplett ausfallen sollten die Veranstaltungen zum Martinstag aber nicht. "Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass dieses Brauchtum den Kindern vermittelt wird - auch während der Coronazeit", betonte Bremen.

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