Demo für den Erhalt der vom Braunkohletagebau bedrohten Dörfer

Umsiedlung des Ortes Keyenberg wegen Braunkohleabbau im Rheinland

© Matthias Jung/laif

Ortseingang von Keyenberg mit Protestplakat, mittlerweile ist der Betreibername von "Rheinbraun"quot; in "RWE-Power" geändert worden. Geplant ist ein Protestmarsch gegen den Braunkohleabbau im Rheinland bei Garzweiler und die Umsiedlung der Orte Keyenberg, Kuckum, Unter/- und Oberwestrich, Berverath und Borschemich.

Demo für den Erhalt der vom Braunkohletagebau bedrohten Dörfer
Mit einem Sternmarsch wollen Bewohner der vom Abriss bedrohten Orte am Braunkohlentagebau Garzweiler am Samstag für den Erhalt ihrer Dörfer demonstrieren.

"Wir leben weiter mit der Unsicherheit, ob wir bleiben können oder dazu gedrängt werden, unser Zuhause zu verlassen", erklärte David Dresen von der Initiative "Alle Dörfer bleiben" am Donnerstag. Obwohl der Kohleausstieg vor der Tür stehe, drohe die Abbaggerung.

Umweltorganisationen wie der BUND, Greenpeace und die Klima-Allianz Deutschland schlossen sich am Donnerstag dem Aufruf an. Sie fordern von der nordrhein-westfälische Landesregierung, die Tagebauplanung so zu ändern, dass die noch bewohnten Dörfer Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich und Berverath am Tagebau Garzweiler erhalten werden. An die Bundesregierung appellierten sie, weitere Braunkohlekapazitäten an den Kraftwerksstandorten Neurath und Niederaußem stillzulegen.

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