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Nach Zahlen der UNO-Flüchtlingshilfe kamen im vergangenen Jahr 179 humanitäre Helfer ums Leben, 141 wurden gekidnappt.
Maas prangert Gewalt gegen humanitäre Helfer an
Zum Welttag der humanitären Hilfe hat Außenminister Heiko Maas (SPD) wachsende Gewalt gegen Helfer angeprangert. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen risierten im Einsatz vielfach ihr eigenes Leben, erklärte Maas am Sonntag in Berlin.
Sie würden immer öfter selbst zur Zielscheibe von Angriffen. Doch: "Humanitäre Helfer dürfen kein Angriffsziel sein", betonte der Minister.
Nach Zahlen der UNO-Flüchtlingshilfe kamen im vergangenen Jahr 179 humanitäre Helfer ums Leben, 141 wurden gekidnappt. Seit 2009 wird am 19. August derer gedacht, die im Hilfseinsatz ihr Leben ließen.
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Experten rechnen nach Rekordjahren wegen der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal und dem Ukraine-Krieg mit einem Rückgang der Spenden. Doch es gibt auch positive Aussichten. So ist die Zahl der Spender in der mittleren Altersgruppe gestiegen.
Die Lage war schon vor dem 7. Oktober schwierig, jetzt gibt es noch mehr Gewalt, sagt der Ökobauer Issa A. im Westjordanland. Was ihm trotzdem Hoffnung macht, verrät er im Gespräch mit chrismon.
2017 war Deutschland laut Auswärtigem Amt weltweit der zweitgrößte bilaterale humanitäre Geber. 2018 finanziert Deutschland den Angaben zufolge weltweit Hilfsprojekte in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro.