Mehrheit der Bayern befürwortet Kreuz-Pflicht

Verhandlungssaal im Oberlandesgericht München unter einem Kreuz.

Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Mehrheit der Wahlberechtigen in Bayern befürwortet die Kreuz-Pflicht in den Behörden des Bundeslandes, wie in diesem Verhandlungssaal im Oberlandesgericht München mit Kreuz.

Mehrheit der Bayern befürwortet Kreuz-Pflicht
Die Mehrheit der Wahlberechtigen in Bayern befürwortet die Kreuz-Pflicht in den Behörden des Bundeslandes.

Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Bayerischen Rundfunks (BR) ergab, sind 56 Prozent der Wahlberechtigten dafür, 38 Prozent lehnen das Vorhaben ab.

Große Unterschiede gibt es zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien. 77 Prozent der AfD-Wähler, 71 Prozent der CSU-Wähler, 56 Prozent der Freien-Wähler-Anhänger und 52 Prozent der SPD-Wähler sind für die Kreuz-Pflicht. Dagegen sind 67 Prozent der FDP-Wähler sowie 74 Prozent der Grünen-Wähler dagegen.

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Für die Umfrage im Auftrag des BR-Politikmagazins "Kontrovers" wurden vom Meinungsforschungsinstitut infratest dimap zwischen dem 22. und 27. April 1.002 Wahlberechtigte in Bayern befragt.

Das bayerische Kabinett hatte in der vergangenen Woche die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert. Im Eingangsbereich aller staatlichen Dienstgebäude muss ab 1. Juni als Ausdruck der "geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns" deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung angebracht werden.