Foto: epd-bild/Norbert Neetz
Katrin Göring-Eckardt
"Wenn mir ein Wort, ein Satz oder eine Idee für mein Leben fehlt, fallen mir zuerst Bibelzitate ein", sagte die gebürtige Thüringerin, die zwischen 2009 und 2013 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland war.
Göring-Eckardt sieht bei den Menschen ein wachsendes Bedürfnis nach Heimat. Viele Menschen fühlten sich angesichts der rasanten Veränderungen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt nicht mehr aufgehoben. "Denen wollen wir eine Antwort bieten", sagte die Grünen-Politikerin. Dabei gehe es nicht um einen "engen, verklemmten Heimatbegriff" à la AfD. "Wir brauchen nicht die Auseinandersetzung, wer dazu gehört und wer nicht."
Heimat bedeute für sie, sich zugehörig zu fühlen, unabhängig davon, woher man kommt und wie man lebt. "Und Heimat ist nicht ohne Freiheit und Offenheit denkbar", betonte Göring-Eckardt.