"Das Gleiche gilt für die Jobcenter, wo bei den Eingliederungsmaßnahmen Kürzungen durch den Finanzminister drohen", fügte Weil hinzu. Noch immer seien Asylanträge aus dem Herbst 2015 unbearbeitet. "Dafür, dass unter diesen Umständen das Bamf-Personal reduziert wird, gibt es keinen plausiblen Grund. Das ist falsch!"
Weil sieht vor allem beim Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern Probleme: "Wir haben überhaupt keine Antwort auf die Frage, was mit den Hunderttausenden von Menschen passiert, deren Asylanträge abgelehnt werden. Dem Gesetz nach bleiben sie nicht lange in Deutschland, in der Praxis aber sehr wohl. Wir müssen vorsichtig sein, dass wir diesen Menschen nicht nur die Perspektive des jahrelangen Däumchendrehens geben."