Käßmann hat kein Verständnis für AfD-Wähler

Margot Käßmann

Foto: epd-bild/Christian Topp

Margot Käßmann

Käßmann hat kein Verständnis für AfD-Wähler
Die Theologin Margot Käßmann hat kein Verständnis für Christen, die die AfD wählen. Sie werde zwar in "unserer Kirche keine Wahlempfehlung aussprechen", sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem Nachrichtenportal "Spiegel Online" (Dienstag).

"Als Privatperson kann ich aber sagen, dass es mir vollkommen unverständlich ist, wie ein Christ die AfD wählen kann." Als Gründe für die Ablehnung nannte Käßmann unter anderem das Frauenbild der AfD, das "unfassbar altbacken daherkommt", die Kritik der AfD an der Mitgliedschaft Deutschlands in der EU und das Menschenbild der Partei. Das Parteiprogramm werte Menschen ab, "die nicht aussehen, wie sich AfDler sogenannte Biodeutsche vorstellen", sagte die frühere EKD-Ratsvorsitzende.

Mehr zu Margot Käßmann
Taube mit Zweig
Geplant ist unter anderem am 23. Februa, dem Vorabend des zweiten Jahrestags, ein Mahngang in Berlin, der vom Brandenburger Tor zur russischen Botschaft führen soll, wie die Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD donnerstags mitteilte.
NDR Journalist Arne-Torben Voigts und Petra Bahr, Theologin, Regionalbischöfin und Mitglied im Deutschen Ethikrat
Die hannoversche Regionalbischöfin Petra Bahr ist Gesprächspartnerin im Podcast "Bleib Mensch!" des NDR Niedersachsen. Bahr, auch Mitglied im Deutschen Ethikrat, spricht mit Moderator Voigts über Fragen, "die die Menschen verunsichern."

Innerhalb der evangelischen Kirche gibt es seit Monaten eine Diskussion über den Umgang mit der AfD und mit AfD-Mitgliedern in Gemeinden und kirchlichen Gremien. Beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg wird der Berliner Bischof Markus Dröge am 25. Mai mit der Sprecherin des Bundesverbands "Christen in der AfD", Anette Schultner, über "Christen in der AfD?" diskutieren.

Margot Käßmann erzählt, warum Reformation heute so aktuell ist wie zu Luthers Zeiten.