UN warnen vor schwerster humanitärer Krise seit 1945

UN warnen vor schwerster humanitärer Krise seit 1945
Die Welt steht nach Einschätzung der Vereinten Nationen vor der schwersten humanitären Krise seit 1945. In vier Ländern in Afrika und dem Nahen Osten könnten Millionen Menschen verhungern, warnte UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien am Freitagabend.

Hungersnöte drohen demnach im Jemen und in Somalia. Im Südsudan wurde bereits die Schwelle zur Hungersnot überschritten. Insgesamt sind mehr als 21,5 Millionen Menschen betroffen, etwa so viel wie Bayern und Baden-Württemberg leben.

"Wir stehen an einem kritischen Punkt in der Geschichte", sagte O'Brien nach einer Reise in die betroffenen Länder. "Bereits seit Jahresbeginn kämpfen wir mit der schwersten humanitären Krise seit der Gründung der Vereinten Nationen." Ohne den gemeinsamen Einsatz der internationalen Gemeinschaft drohten rund um das Horn von Afrika Hungersnöte, massive Flüchtlingsbewegungen und Rückschläge bei jüngsten Erfolgen der Wirtschaftsentwicklung.

Mehr zu Vereinte Nationen
Ägypten, Rafah: Lastwagen eines Hilfskonvois kehren auf die ägyptische Seite zurück
Tagelang haben Lkw mit Hilfslieferungen für Gaza am Rafah-Grenzübergang auf ägyptischer Seite gewartet. Am 21.10. machte sich ein erster Konvoi mit 20 Lkw auf den Weg. Bundeskanzler Scholz begrüßte die Hilfslieferungen.
Menschen protestieren auf der Straße für Frieden in der Ukraine
Unter dem Motto "Stoppt das Töten in der Ukraine – für Waffenstillstand und Verhandlungen!" rufen Friedensgruppen rund um den 21. September bundesweit zu Kundgebungen auf. Auch kirchliche Aktivist:innen sind darunter.

Nur mit dem nötigen politischen Willen könne das Leiden der Menschen beendet werden, erklärte O'Brien. Im Südsudan sind durch den Bürgerkrieg 7,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, im Jemen etwa zwölf Millionen. In Somalia ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung betroffen. Auslöser für die Hungerkrisen sind vor allem Bürgerkriege und Konflikte sowie Dürre infolge des Klimawandels und ausbleibender Regenzeiten.

Spendenkonten der Hilfswerke: