Bischof Dröge warnt vor Kirchenverkauf

Kiche in der Schwäbischen Alb in Bichishausen.

Foto: robertharding/fotolia

Kirche nicht zu verkaufen: Dorfidylle mit Kiche in der Schwäbischen Alb in Bichishausen.

Bischof Dröge warnt vor Kirchenverkauf
Der Berliner Bischof Markus Dröge warnt angesichts sinkender Kirchenmitgliedszahlen und des demografischen Wandels davor, Kirchen zu verkaufen.

Auch ungenutzte Kirchengebäude müssten erhalten werden, sagte Dröge am Dienstag vor der in Ansbach tagenden bayerischen evangelischen Landessynode. Sie seien dann "Kirchen im Wartestand". Sie warteten also darauf, von den nächsten Generationen wieder genutzt zu werden.

Auf dem Dorf sollten nicht genutzte Kirchen im Ortsbild präsent bleiben, sagte der Berliner evangelische Bischof. In der Stadt dagegen könnten nicht genutzte Gebäude etwa an die Diakonie abgegeben werden. Eine "Vergoldung der Kirche" durch Verkauf sei aber die denkbar schlechteste Lösung, warnte Dröge. Die bayerische Landessynode beschäftigt sich bei ihrer bis Donnerstag dauernden Frühjahrstagung mit dem Schwerpunktthema Kirche im Ländlichen Raum.

Mehr zu Kirchenbau
Kirche im Miniatur-Wunderland Hamburg
Im Hamburger Miniatur-Wunderland wird fast alles nachgebaut, was vier Wände und ein Dach hat. Kirchen sind für die Macher dabei eine besondere Herausforderung. Beim Petersdom mussten sie sogar schummeln.
Innenraum der evangelischen Citykirche St. Jakobi in Hildesheim.
Kirchen sind nicht nur Zeuginnen ihrer Zeit. Sie spiegeln in ihrer Unterschiedlichkeit auch die vielen Facetten des Glaubens wieder. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Inhalte zum Thema Kirche.

Zugleich forderte Dröge die Kirche auf, nicht zu "defizitär" zu denken. Wo "Strukturen immer dünner" würden, sei es nicht sinnvoll, in jeder Dorfkirche unbedingt Gottesdienste anbieten zu wollen. Besser seien hier Alternativen, zum Beispiel eine kleine Andacht pro Monat ohne Pfarrer.