Amnesty: Smartphone-Hersteller profitieren von Kinderarbeit im Kongo

Kinder arbeiten in einer Kobaltmine im Kongo (undatierten Aufnahme).

Foto: dpa/Thomas Coombes/amnesty international

Kinder arbeiten in einer Kobaltmine im Kongo (undatierten Aufnahme).

Amnesty: Smartphone-Hersteller profitieren von Kinderarbeit im Kongo
Smartphone-Hersteller profitieren laut Amnesty International möglicherweise von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.

In kongolesischen Minen arbeiteten schon Kinder ab sieben Jahren unter lebensgefährlichen Bedingungen, um Kobalt für Elektrogeräte abzubauen, erklärte Amnesty in Berlin. Bedeutende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony könnten aber nicht garantieren, dass in ihren Produkten kein Kobalt aus Kinderarbeit genutzt wird, geht aus dem Amnesty-Bericht "This is what we die for" hervor.

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Das Kinderhilfswerk Unicef fordert von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz im Kampf gegen Kinderarbeit. Trotz Verboten sei Kinderarbeit weiterhin ein massives Problem und betreffe schätzungsweise 160 Millionen Mädchen und Jungen weltweit.
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Trotz wachsender Aufmerksamkeit bleibt das Risiko von Kinderarbeit laut "Save the Children" hoch. Das habe die Auswertung von 20 Kinderrechtsanalysen vergangener Jahre gezeigt. In der Hälfte werde Kinderarbeit nachgewiesen.

"Die Elektronikkonzerne nutzen Kobalt für die Akkus ihrer Smartphones, Tablets und Laptops, also in Geräten, die aus unserem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind", sagte Amnesty-Menschenrechtsexpertin Verena Haan. In der Demokratischen Republik Kongo wird den Angaben zufolge die Hälfte des weltweiten Kobalts gewonnen. Dafür riskierten Männer, Frauen und Kinder täglich ihre Gesundheit und ihr Leben. Allein im Südkongo starben laut Amnesty zwischen September 2014 und Dezember 2015 mindestens 80 Bergleute.